UNVERSTELLT-Sessions | Teresa

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Interview mit Teresa nach ihrer UNVERSTELLT-Session bei mir im Studio

Das bin ich und das war meine Motivation mich jetzt fotografieren zu lassen:

Mein Name ist Teresa, ich lebe in Wien und in Niederösterreich und ich bin im April 50 Jahre alt geworden. Und das hat damit zu tun, dass ich mich sehr gerne von der Maria fotografieren hab lassen.
Ich finde 50 ist doch ein bisschen eine Zäsur im Leben, eine magische Zahl, auch vielleicht eine vor der man ein wenig Angst und Sorge hat. Für mich bedeutet es auch einen Abschluss eines gewissen Abschnitts im Leben. Ich hab mich ja schon zweimal von der Maria fotografieren lassen und ich finde das hat jetzt sehr gut gepasst, zu schauen: Wie schau ich jetzt aus mit 50? Was hat sich getan? Wie sieht man auch die Lebensspuren im Gesicht und Körper?

 

Wie hat sich dein Bild von dir selber verändert?

Der Körper verändert sich natürlich ständig und vielleicht nimmt man das gerade als Frau bewusster wahr. Die hormonellen Veränderungen, Menopause, graue Haare, Falten… spielen auch gesellschaftlich in unserer Kultur eine große Rolle. Vielleicht schaut man dann auch deswegen noch einmal genauer hin. Andererseits glaube ich, dass der Blick auf sich selber für Mädchen und Frauen immer einer ist, der schon sehr stark da ist: Wie schaue ich aus? Passt das in die Normen hinein? Und insofern finde ich 50 ganz cool, weil da gibt es eigentlich gar nicht so viele Normen. Die Frauen mit 50 sind ja auch ein bisschen übersehen und das gibt auch eine gewisse Freiheit.

 

Thema Sichtbarkeit

Ich spür grad, dass sich da viel tut, was die Sichtbarkeit betrifft. Die gesellschaftlichen Bedingungen verändern sich, z.B. dass Frauen länger am Arbeitsmarkt sein sollen, die Menschen leben länger, sind gesünder. Und auch zum Beispiel in der Popkultur, sowas wie das Sequal von „Sex and the City“, dass so etwas überhaupt gedreht wird mit Frauen in ihren 50ern. Das ist glaube ich schon auch eine Veränderung.

 

Wir haben jetzt die Fotos gemacht. War das jetzt anders für dich als mit 40?

Ja, das war schon ganz anders für mich. Rückblickend bin ich mir mit 40 so wie ein junges Küken vorgekommen. Und jetzt 50, das ist schon nochmal was anderes – also jung in dem Sinn nicht mehr, vielleicht jung geblieben aber es sind schon Generationen zur Jugend dazwischen. Ich glaub mit 40 ist es doch noch so, dass die Spielräume größer sind. Man kann zwar immer noch etwas verändern aber es fühlt sich anders an, als mit 40.

 

War das für dich eine größere Herausforderung, dich „nur“ für dich selber, ohne beruflichen Zusatznutzen fotografieren zu lassen?

Ja, es war schon herausfordernder, würd ich sagen mir zu überlegen: Was möchte ich? Ich hab mich ja dann auch für eine bestimmte Richtung entschieden, die in meinem Alltag jetzt gar nicht so präsent ist, nämlich ein bisschen mehr Kleider. Das hab ich jetzt sonst nicht so, die hängen normalerweise im Kasten und deshalb war es schon ein bisschen ein Wagnis für mich. Das war herausfordernd aber das hab ich auch spannend gefunden zu sagen: so, jetzt probier ich da was aus, was mal wirklich eine andere Seite von mir ist.

 

Und, wie hat es sich angefühlt?

Eigentlich super lustig, muss ich sagen. Es war sehr cool und spannend. Ich hatte auch diese Lust am Darstellen und das wollte ich gerne machen.

 

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